Freie evangelische Gemeinde Berlin-Tempelhof

   
Historie
28.09.1906  Gegründet als Evangelisch-Kirchliche Gemeinschaft zu Tempelhof, Dorfstraße 23 durch Pfarrer Doenitz und sechs weiteren Personen (drei Arbeiter, drei Beamte).  
1912 Beginn der Arbeit unter Alkoholabhängigen
1914 Umzug in Neue Straße 14
1915 Umverlegung in ehemaligen Kinderhort in Moltkestraße 4
07.1919 Beitritt zum Bund der Freien evangelischen Gemeinden (Witten) und Umbenennung in Freie evangelische Gemeinde Berlin-Tempelhof.
1.10.1919  Umzug ins Erdgeschoß des Hauses Moltkestraße 5 (später umbenannt in Wenckebachstraße 5), in welcher der bislang betriebene Beherbergungsbetrieb eingestellt wurde, zunächst zur Miete. Es führten jedoch Verhandlungen über den Kauf von Haus und Grund schnell zum Ziel. So hatte die FeG Tempelhof als erste Freie evangelische Gemeinde Berlins ein eigenes Gemeindehaus. Die Wohnungen im Obergeschoß wurden einerseits ab 1920 an den Prediger, aber auch anderweitig vermietet.
ab 1919 Fortsetzung der Gemeindeaufbauarbeit in Pommern und Schlesien durch Engelhard Ostermoor sowie Aufnahme der Arbeit in Ostpreußen.
07.1928 Auf Vorschlag von Engelhard Ostermoor wird anstelle des bisherigen Brüderrates ein Vorstand von 5 Brüdern gewählt, die das Vertrauen der Gemeinde haben (später umbenannt in Ältestenkreis).
ab 1947 Starker Zuwachs vom Gemeindemitgliedern und -besuchern, vermutlich Übersiedler aus den Ostgebieten.
10.1956  50-Jahr-Feier mit vielen Ehemaligen.
 Bericht 50 Jahre FeG Tempelhof
1963 - 65 Abriß des ehemaligen Beherbergungshauses mit Ausnahme des Kellers. Neubau eines Gemeindehauses mit Betonfassade, Gemeinderäumen im Erdgeschoß, Saal im ersten Stock (über die gesamte Länge des Gebäudes) sowie einem zweiten Obergeschoß mit zwei Wohnungen.
14.03.1965 Einweihungs-Feier mit Wilhelm Gilbert, Bundesvorsteher und vielen Ehemaligen.
15.11.1981 75-Jahr-Feier.
 Festschrift 75 Jahre FeG Tempelhof
1989 Umwidmung der Räume einer Wohnung im 2. OG in Gruppenräume für die Gemeinde.
09.1996 90-Jahr-Feier mit Gerhard Hörster, Rektor des Theologischen Seminars der FeGs, dem Bezirksbürgermeister von Tempelhof und vielen Ehemaligen.
1996 Aufstockung um weitere Etage.
2006 Entkernen des Erdgeschosses und der ersten Etage. Neuanordnung des Saals in Oval-Form. Umgestaltung der Fassade sowie der Eingangstreppe mit neuer Rampe. Einbau von Aufzug und Behindertentoilette.
04.2007 Einweihungs-und 101-Jahr-Feiern mit vielen Ehemaligen.
06.2008 Kreisgemeindetag Berlin-Brandenburg mit Ansgar Hörsting, Präses des Bundes der Freien evangelischen Gemeinden K.d.ö.R..
03.2009 Erweiterung der Gemeindeleitung um Diakone für Teilbereiche.
 nach oben 

Pastoren(früher auch Prediger genannt)
1906 - 1919   Pfarrer Doenitz
1919 - 1930   Engelhard Ostermoor
1925 - 1927   Heinrich Wiesemann
1927 - 1936   Werner Schnepper
1936 - 1949   Wilhelm Gilbert (einberufen 1939 - 1945)
1949 - 1952   Wilhelm Plaum
1953 - 1958   Helmut Kölsch
1958 - 1967   Ernst Schwedes
1967 - 1970   Karl-Heinz Heitmann
1971 - 1980   Hans-Dieter Becker
1980 - 1989   Artur Schmitt
1989 - 1991   Hartmut Weyel
1992 - 1993   Johannes Schmidt
1993 - 1997   Andreas Fehler
1998 - 201?   Ralf Nitz
 nach oben 

Grundsätze
Als Freie evangelische Gemeinde sind wir ...
eine Gemeinde von christusgläubigen Menschen. Die Mitglieder stützen sich auf die Erlösung, die durch Jesus Christus am Kreuz geschehen ist. Im Wissen dass wir "gerechtgemacht sind ohne eigene Werke, allein durch die Gnade", stehen wir auf dem Boden der Reformation.
In der Lehre und im Leben der Ortsgemeinde soll Gemeinde nach dem Neuen Testament verwirklicht werden. Demgemäß kann jeder Mitglied werden, der durch das Wirken des Heiligen Geistes Buße, Bekehrung und Wiedergeburt erfahren hat, in der Vergebung lebt und ein Leben im Gehorsam zu Gottes Wort führt.
Ein menschliches Priestertum, um Gnade zu vermitteln kennen wir nicht, sondern Basis unseres Lebens ist eine lebendige Beziehung zum auferstandenen Jesus Christus durch den Heiligen Geist.
An unordentlich wandelnden Mitgliedern wird, nach den Ordnungen des Neuen Testamentes, Gemeindezucht geübt, worunter Ermutigung und das Ziehen zu Jesus Christus hin und nicht das Züchtigen zu verstehen ist, wenngleich deren letztes Mittel der Gemeindeausschluss ist.
Die Gemeinde pflegt brüderliche Gemeinschaft in der Einheit des Geistes mit allen wahrhaft Gläubigen in allen Kirchen und Benennungen und ist sich bewusst, nur ein kleiner Teil der Welt und Zeit umspannenden Gemeinde Jesu Christi zu sein. Sie macht keinen Anspruch darauf, die allein seligmachende christliche Gemeinde zu sein.
Da die Kindertaufe keinen Grund in der Bibel hat und im Säuglingsalter weder Glauben noch Gehorsam zu Gott hin möglich ist, pflegen wir die Kindertaufe nicht. Nach Christi Wort gilt ihnen erst der Glaube, dann die Taufe. Säuglinge werden auf Wunsch der Eltern gesegnet. Auch die Kinder der Gemeindemitglieder können daher erst nach einer persönlichen Glaubensentscheidung Mitglieder werden. In einem zweijährigen biblischen Unterricht werden die Kinder in Gottes Wort unterwiesen.
    
evangelisch   d. h. die Heilige Schrift Alten und Neuen Testaments ist uns als Gottesoffenbarung die alleinige Quelle der Erkenntnis und die maßgebende Richtschnur für Lehre und Leben.
frei d. h. unabhängig von Volks- und Staatskirchen und vom Staat. Frei daher auch vom Kirchensteuerzwang. Freiwillig werden durch Spenden der Mitglieder alle Bedürfnisse der Gemeinde erledigt, wie Besoldung des Pastors, Gemeindehausbau, innere und äußere Mission, Aufgaben der Diakonie, der Jugend- und Altenpflege u. a.
Die Gemeinde ist frei von kirchenbehördlichen Bindungen und selbständig in ihren Handlungen und Beschlüssen, einzig gebunden an die Aussagen der Heiligen Schrift. Frei von jedem Gewissenszwang des geistlichen Lebens, möchte die Gemeinde unter dem "Gesetz des Heiligen Geistes" stehen.
 nach oben 

Mitgliederzahlen
1927  97
1938  110
1945  90
1951  149
1954  113
1958  120
1961  108
1964  115
1972  89
1980  94
1990  98
1996  94
2000  80
2005  72
2008  87
2012  101
2014  118


In der Gemeinde Jesu Christi soll nicht die Zahl, sondern das innere Leben, nicht die Stimmenmehrheit, sondern der Heilige Geist ausschlaggebend und bestimmend sein.
 nach oben 


  Impressum